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Salat
 

  1. Allgemeines

    Beim Salat (Lactuca sativa L.) werden zwei Gruppen unterschieden: Blattsalat und Kopfsalat.
    Temperatur und Tageslänge beeinflussen die Wachstumsrate des Salates. Salat gedeiht bei moderaten Temperaturen. Die Keimung erfolgt bei 7° - 24°, der Temperaturbereich von 13° - 16° sorgt für optimales Wachstum. Bei Temperaturen von mehr als 21° beginnt der Salat zu blühen. Salat bevorzugt kurze Tageslängen, und Tageslängen von mehr als 12 Stunden führen zur Blüte des Salates.

  2. Wachstumsanforderungen

  1. Boden
    Salat leidet bei hohen pH-Werten unter Chlorierung, deshalb sind pH-Werte von 7 oder im sauren Bereich vorteilhaft. Im Winter sind leichte Böden zu bevorzugen, gute Ernteergebnisse können jedoch auch in mittleren und schweren Böden erzielt werden.

  2. Wasster
    Die Bewässerung sollte alle 1-3 Tage erfolgen. Während der warm-heißen Witterung ist die Bewässerung vorzugsweise in Impulsen anzuwenden (kurze und häufige Wassergaben), weil dadurch eine gewisse Feuchtigkeit erhalten wird. Eine Überschussbewässerung führt beim Salat zu einem Verfaulen der Wurzeln. Beste Ernteergebnisse wurden erzielt, wenn während der Hauptwachstumsphase ein Pflanzenkoeffizient von 1,2 gewählt wurde. Die größten Salatköpfe jedoch wurden mit einem Pflanzenkoeffizient von 0,8 erzielt.
    Die Gesamtwassermenge hängt von der Bodenart ab. In leichten Böden besteht die Gefahr der Staunässebildung nicht, weshalb ein größerer Pflanzenkoeffizient angewendet und ein größerer Ertrag erzielt werden kann.

  3. Düngemittelgabe
    Die aufgebrachte Stickstoffmenge sollte nicht zu groß sein, weil es sonst zu Qualitätsminderungen kommen kann. Höchste Ertäge wurden mit einer Stickstoffmenge von 250 kg pro Hektar erzielt.
    Es wird empfohlen, die Nährstoffe mit dem Bewässerungswasser zu verteilen, eingespeist mit einem Proportionaldosierer zu folgenden Konzentrationen: Stickstoff 80 - 100 ppm, Kalium 30-35 ppm, Phosphor 140 ppm.

  4. Pflanzabstände
    Beetbreite: 1,8 m; 4 Reihen pro Beet bei einem Reihenabstand von 30 cm und einem Pflanzabstand in der Reihe von ebenfalls 30 cm.

  5. Pflanzdichte
    80.000 - 120.000 Pflanzen pro Hektar.
    Aussaat und Ausdünnung werden dem Auspflanzen bevorzugt.

  6. Anbauperioden
    Es gibt zwei Hauptzeiten für die Aussaat: September-Oktober, Januar-März.
    Frühe Sorten werden nach 6-7 Wochen geerntet, spätreifende Sorten nach etwa 10 Wochen.

  1. Empfehlungen von Netafim

  1. Eine Tropfleitung für je zwei Salatreihen. Der Tropferabstand ist mit 0,5 m zu wählen, 0,3 m in leichten Böden. Es bestehen keine Einschränkung bei der Wahl der Tropfbewässerungsausrüstung.

  2. Sehr kurze Bewässerungsabstände an heißen Tagen, mehrmals täglich in schweren Böden und in leichten Böden, aller 1-2 Tage.

  1. Ergebnisse der Tropfbewässerung im Salatanbau

  1. Besor Region in Westisrael - leichte Böden

    Anbausaison 9-10 Wochen, Pflanzdichte von 88.000 pro Hektar.
    Die Ertragsmenge mit Exportqualiät betrug 45 Tonnen pro Hektar.

  2. Jordantal - schwerer Boden

    Verfahren 2Kg
    Stickstoff täglich
    3Kg
    Stickstoff täglich 
    3Kg Stickstoff+ 2Kg Kalium
    Bewässerung aller 2 Tage Kopf-gewicht 523g 568 608
    Bewässerung aller 3 Tage Kopf-gewicht 601g - -
    % der Köpfe für den Export 70% 68,4% 55,6%
    Braune Köpfe - nicht vermarktbar 6% 5,6% 8,1%
    Gesamtertrag 46,02 T/Hektar 49,98 T/Hektar 53,5 T/Hektar
    Ertrag mit Exportqualität 32,2 T/Hektar 33,9 T/Hektar 29,7 T/Hektar

    Die Erfahrung hat gezeigt, dass die verspätete Ernte zu Kopfgrößen führt, die nicht dem Exportstandard entsprechen. Ebenso sollte die Aufbringung von übergroßen Stickstoffmengen vermieden werden. Die Anwendung von Kalium und Phosphor auf die Köpfe führt zu braunen Stellen und folglich einem geringeren Exportertrag. Allgemein gilt, dass sich eine Überschussdüngung besonders bei hohen Temperaturen nachteilig auswirkt.

  1. Wirtschaftliche Aspekte

  1. Die jährlichen Ausgaben für die Tropfbewässerung belaufen sich auf etwa 800 US$ pro Hektar.

  2. Bei einem mittleren Verkaufspreis von $300 pro Tonne, genügt eine Ertragssteigerung von 3 Tonnen, damit sich die Tropfbewässerung rentiert. Eine Ertragssteigerung von 5% genügt zur Rückzahlung der Tropfbewässerungsanlage.

  3. Es sollte beachtet werden, dass Salatköpfe nicht übergroß sein müssen. Die beste Kopfgrösse liegt im Bereich von 500 Gramm -bei einer Pflanzdichte von 120.000 Pflanzen pro Hektar. Mit einem ordentlich geplanten und betriebenen Bewässerungssystem sind Hektarerträge von bis zu 60 Tonnen erzielbar. Der Vorteil der Tropfbewässerung liegt in der Möglichkeit, eine sehr große Pflanzdichte zu erzielen, sowie darin, dass die Größe der Salatköpfe im gesamten Feld absolut gleichförmig ist.

  
 
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