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- Allgemeines
Paprika (Capsicum annuum L.) gehört zu der Familie der Solanaceae - oder Nachtschattengewächse. Entsprechend der Verwendung und den Gebräuchen in verschiedenen Ländern unterscheidet man eine Reihe von Sorten - Speisepaprika, scharfer Paprika, gelben, roten und grünen Paprika. Die am weitesten verbreiteten Sorten sind der gelbe kalifornische Paprika und der rote Speisepaprika. Die Paprikapflanze gedeiht am besten in relativ hohen Temperaturen und leidet besonders im Jungstadium unter niedrigen Temperaturen. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 18° und 28° Celsius. Unterhalb von 12° wird das Wachstum gestoppt, bei einer ausgewachsenen Pflanze können Schäden durch Temperaturen unterhalb von 8° auftreten. Die Temperatur hat einen direkten Einfluss auf die Blüte der Paprikapflanze: bei 20° beginnt die Blüte nach 43 Tagen, bei 15° erst nach 100 Tagen. Fruchtmissbildungen können als Folge von niedrigen Temperaturen auftreten, was zu Problemen bei der Vermarktung führen kann. Andererseits wirken sich Temperaturen oberhalb 28° sehr nachteilig auf den Fruchtansatz aus, bis hin zum völligen Ausfall. Die Paprikapflanze ist unempfindlich gegenüber der Tageslänge, weshalb sie an einer Vielzahl von Standorten angebaut werden kann.
- Pflanzenanforderungen
- Boden
Prinzipiell sind keine besonderen Anforderungen zu beachten, jedoch sollte stets für einen hohen Feuchtegehalt gesorgt werden.
- Wasser
Die Paprikapflanze reagiert sehr empfindlich auf Wassermangel. Unzureichende oder sporadische Bewässerung führen zum Abwurf von Blüten und Früchten. Eine Erhohlung nach einem Wassermangel erfolgt nur langsam. Die Wurzeln der Pflanze befinden sich zum Großteil in der oberen Bodenschicht, weshalb eine regelmäßige Bewässerung notwendig ist. Eine Überbewässerung führt zu Luftmangel in der oberen Bodenschicht sowie zu einer Reihe anderer Probleme. Der Gesamtwasserbedarf für eine komplette Anbausaison beträgt je nach Klimabedingungen 650-900 mm.
| Tage nach Auspflanzen |
0-10 |
10-30 |
30-50 |
50-75 |
75-105 |
105-Ende |
| Pflanzen-koeffizient |
0,5 |
0,5 |
0,6 |
0,8 |
0,8-1,1 |
1,1 |
- Düngemittelgabe
| Täglicher Nährstoffbedarf (Kg je Hektar) |
| Alter der Pflanze (Tage) |
0-10
| 10-30
| 30-50
| 50-75
| 75-105
| 105-Ende |
| Stickstoff |
2,4 |
3,5 |
4,0 |
4,0 |
4,3 |
4,5 |
| Phosphor |
1,8 |
1,5 |
1,2 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
| Kalium |
2,2 |
2,4 |
3,0 |
2,0 |
1,6 |
1,6 |
| Gesamtmenge pro Jahr
| 400 Kg Stickstoff/ Hektar |
200 Kg Posphor/ Hektar |
260 Kg Kalium/ Hektar | Eine Phosphorgabe sollte von Anfang an erfolgen, da die Pflanze diesen elementaren Nährstoff bereits im Jungstadium benötigt.
- Pflanzabstände
Zwei Reihen je Beet bei einem Beetabstand (Mittelpunkt) von 1,3 -1,6 m, je nach angebauter Sorte. Der Reihenabstand innerhalb eines Beetes beträgt 0,3 - 0,4 m. Auch können zwei Doppelreihen in einem Beet der Breite 1,8 m angebaut werden. Nach dem Ausdünnen beträgt der empfohlene Pflanzenabstand innerhalb einer Reihe 0,3 m. Es können auch Einzelreihen mit einem Abstand von 0,8 angebaut werden.
- Pflanzdichte
70.000-80.000 Pflanzen je Hektar in der Herbstsaison, 35.000 im Frühjahr.
Anbauzeiten Ein Anbau kann ganzjährig erfolgen, jedoch müssen, wie bereits oben erwähnt, die für eine Winterernte erforderlichen Minimaltemperaturen eingehalten werden. In den gemäßigten Breiten erfolt dieser Winteranbau ausschließlich in Tunneln und Gewächshäusern.
- Anzucht in Gärtnerei
Paprika kann sowohl gesät als auch gepflanzt werden. Die Aussaat erfolgt 2 Monate vor dem Auspflanzen in einer Gärtnerei. Eine Gärtnereifläche von 1000 m2 genügt für die Jungpflanzenproduktion von 1 - 1,5 Hektar.
- Empfehlungen von Netafim
Bei einem Abstand der Doppelreihen von 0,3 bis 0,4 m genügt eine Tropfleitung je Doppelreihe. Wenn der Anbau in Einzelreihen mit einem Abstand von mehr als 0,6 m erfolgt, ist eine Tropfleitung je Pflanzenreihe erforderlich. Versuche mit einer Tropfleitung für drei Reihen lieferten völlig unbefriedigende Ergebnisse. Der Tropferabstand wird entsprechend der Bodenart gewählt, und beträgt 0,4 - 0,8 m, mit kleineren Abständen in leichten Böden. Es bestehen keine Einschränkungen bei der Wahl der Tropfbewässerungsausrüstung. Große Durchflussraten sind nicht erforderlich. Der empfohlene Bewässerungsabstand beträgt 1 - 3 Tage, während im Winter 4 - 5 Tage gewählt werden sollten.
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