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Tee-Seminar

Mai, 2004
Tropfbewässerung im Teeanbau - Seminar in Ostafrika
Kericho, Kenia, 28.-29. April, 2004

Das von uns veranstaltete Tee-Seminar war ein voller Erfolg. Als Gäste durften wir 46 Teeexperten aus Sri Lanka, Malawi, Tansania, Kenia, Uganda und Äthiopien begrüßen. Unter ihnen waren Geschäftsführer und Betriebsleiter zahlreicher Teefirmen und Teeplantagen sowie Wissenschaftler und Regierungsvertreter.
Die Vorträge konzentrierten sich auf die Ergebnisse der in den letzten drei bis fünf Jahren durchgeführten Studien zur Bewässerung und Düngung im Teeanbau. Die nachfolgenden Frage- und Diskussionsrunde wurden zur weiterführenden Erläuterung der verschiedenen Themen genutzt:

Tropfbewässerung im Teeanbau - Seminar in Ostafrika

 

  • Ein Versuchsbericht des “Sri Lanka Tea Research Institute” zeigt, dass die tägliche Aufbringung kleiner Düngemittelmengen (300 Mal pro Jahr) bei gleichzeitiger Senkung der Gesamtstickstoffmenge auf 180 kg/ha/Jahr den Ertrag an “Fertigen Tee” dramatisch steigerte. Dieses Ergebnis wurde in einer Teeplantage mit hohen Niederschlagsmengen und unfruchtbaren, erodierten Böden erzielt.
  • Diese Ergebnisse können in fruchtbaren Böden nicht erwartet werden. Jedoch sollte dem Fakt besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, dass die größten Ertragssteigerungen mit nur 180 kg Stickstoff erzielt wurden (üblich sind 300-350 kg/ha). In diesem Bereich sind weiterführende Versuche an verschiedenen Standorten notwendig. 
  • Auf der “Kibena Teeplantage” in Tansania wurde eine einzigartige aktive Wurzelzone entdeckt - unterhalb des Tropfers in 0-50cm Tiefe. Die in diesem Bereich hochkonzentrierten Feinwurzeln demonstrierten auf eindrucksvolle Weise das Konzept der “spoon feed" Fertigation- und erklärten somit auf anschauliche Weise die Gründe der großen Effizienz der Tropfbewässerung. 
  • Es wurden folgende Themen diskutiert: Auf welche Weise wird diese Art der Wurzelbildung die Entwicklung der Tiefenwurzeln des Teebusches beeinflussen? Können tropfbewässerte Teepflanzen einen unerwarteten Systemausfall überstehen? Einige Seminarteilnhmer hoben hervor, dass die genetische Kodierung zu einem uneingeschränkten Wachstum der Tiefenwurzlen führt, und der tropfbewässerte Teebusch daher eine Trockenzeit überstehen kann.
  • Der Boden in den Teeanbaugebieten (800 mm) trocknet nie vollständig aus. Solange das Blätterdach intakt ist, wird Wasser von den feuchteren zu den trockeneren Bereichen des Wurzelsystems transportiert.
  • Frühere Untersuchungen mit beregnetem Tee zeigten, dass ein Gesamtwasserdefizit von bis zu 200 mm pro Jahr keine negativen Auswirkungen auf den Ertrag hat. Dies steht im Widerspruch zu unseren Erfahrungen mit intensiver Fertigation in anderen Kulturen. Eine neue, am “Tea Research Institute of Tanzania” seit April 2004 durchgeführte Versuchsreihe zur Tropfbewässerung wird diese Thematik klären.
  • Tropfbewässerung in der Teeproduktion gilt wegen des geringeren Personalaufwandes im Vergleich zur Beregnung als nachhaltige und wirtschaftliche Systemlösung. Die Gleichförmigkeit der Wasserverteilung betrug nach vier Anbauperioden 90% und mehr. Es wird empfohlen, die Tropfleitungen im doppelten Reihenabstand (dies entspricht 2,4 m) zu verlegen. 

    Wenn Sie an weiterführenden Informationen interessiert sind, füllen Sie bitte die untenstehenden Felder aus. Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzen.

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