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Äpfel

Fakten und Infos zum Apfelanbau

Allgemeine Beschreibung

Steinobst der Rosaceae Familie, gehört zur Malus-Gattung, die aus der Osttürkei stammt. Die mehreren hundert Sorten gehören zur Malus domistica Gruppe, einschließlich einer großen Gruppe vom Sporntyp, die speziell für eine verbesserte Fruchtbarkeit als niedriger und kompakter Baum gezogen wurde.

 

Inhalt:

1. Allgemeine Beschreibungapples2
2. Botanische Beschreibung
3. Sorten

4. Klimaanforderungen
5. Führende Anbaunationen
6. Wachstumsperiode
7. Wurzelstock
8. Boden
9. Anzucht
10. Baumbehandlung
11. Ernte
12. Baumabstand
13. Bewässerung
14. Kritische Phasen in Bezug auf Wasserstress
15. Bewässerungsmanagement bei Wasserknappheit
16. Empfohlene Bewässerungsmethoden
17. Düngemittelgabe
18. Ertrag
19. Hauptkrankheiten
20. Insektenschädlinge

21. Frostschutz

 

 Fakten zum Apfel - gesamter Artikel (in Englisch)

 

2. Botanische Beschreibung

Kleiner bis mittelgroßer Baum, 4-6 m hoch, die Baumhöhe hängt vom Wurzelstock, der Sorte und der Verschnittmethode ab. Die Blätter haben eine dunkelgrüne Farbe und sind elliptisch. Die Blüten bilden sich in kleinen Fünfergruppen, die auf den Austrieben und Ästen wachsen – die Blütenfarbe ist anfangs weiß, im Verlauf später rosa. Die „Königsblüte“ öffnet sich zuerst und erzeugt später eine typisch große Frucht. Die anderen Blüten haben normalerweise für die Fruchtbildung keine Bedeutung. Die meisten Sorten erfordern eine aktive Bestäubung durch Bienen. In stark verkürzten Wurzelstöcken erfolgt die Fruchtbildung nach zwei Jahren, in den normalen Sorten nach 3-5 Jahren.

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3. Sorten

Die Spornsorten sind sehr fruchtbar und werden kommerziell genutzt. In der USA decken die 10 Hauptsorten rund 90% der Produktion ab. Die Hauptsorten sind:
Empire, Gala, Rome, Red Delicious, Granny Smith, Jonathan, Fuji Golden Delicious, Idared, McIntosh. China ist der weltweit größte Produzent. Der Bundesstaat Washington ist der größte Produzent in den USA.

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4. Klimaanforderungen

Der Apfelbaum kann sich an die meisten Standorte akklimatisieren. Beste Wachstumsbedingungen herrschen 35 °-50 ° nördlich und südlich des Äquators. Apfelbäume erfordern zwischen 1,000- 1,600 Kälteeinheiten (mit Ausnahme der Sorte “Ana“ mit ihrem sehr geringen Bedarf an Kälteeinheiten) und 120-180 frostfreie Tage. Die beste Fruchtqualität wird erzielt bei warmen Tagen und kühlen Nächten sowie bei hoher Solarstrahlung. Apfelbäume können Frost von bis zu -40 °C widerstehen. Blüten und Fruchtansätze nehmen Schaden bei Temperaturen von weniger als -2.2 °C bis -3.3 °C. Im Vergleich zu anderen Obstbäumen blüht der Apfelbaum recht spät, von daher ist die Gefahr durch Frostschäden etwas geringer. Jedoch kann in bestimmten Regionen mit Nachtfrösten und bei bestimmten empfindlichen Sorten ein Frostschutzsystem erforderlich sein.

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5. Führende Anbaunationen

 Land

 Anbaufläche (ha)

 Produktion (Tonnen)

 Ertrag (T/ha)

China

1.939.000

19.250.000

9.930

USA

162.600

3.867.000

23.790

Ukraine

187.400

534.000

2.850

Indien

250.000

1.420.000

5.680

Polen

168.500

2.168.000

12.870

Turkei

108.600

2.200.000

20.260

Russland

435.000

1.900.000

4.370

Iran

149.000  

2.334.000

15.660

Frankreich

78.000

2.478.000

31.770

Italien

60.856

1.944.000

31.950

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6. Wachstumsperiode  

Blüte: April-Mai in der nördlichen Halbkugel und die entsprechenden Monate in der Südhalbkugel, Abschluss des Wachstums ist im Monat Juli. Die Zellteilung endet drei Wochen nach dem Fruchtansatz. Das Wachstum der Äpfel erfolgt durch Zellausdehnung. Zum Erreichen guter Erträge (Menge und Qualität) müssen deshalb während der Wachstumsperiode förderliche Wasser- und Nährstoffbedingungen eingehalten werden.

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7. Wurzelstock

Es gibt drei Typen von Wurzelstöcken: “Malling” (niedrigster bei 0,27m Höhe), „Mulling Merton“ (Höhe 1,3-2m), und „Seedling“ (örtlich) (6-10m Höhe). Der am weitesten verbreitete Wurzelstock in dicht bepflanzten Plantagen ist der M.9, und bei mittleren Sorten MM.16.

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8. Boden
Der optimale pH Wert liegt bei 6,5. Mittelschwere und gut-entwässernde Böden sind zu bevorzugen.

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9. Anzucht
Normalerweise werden die Jungbäumchen gepfropft und während der Ruhephase ausgepflanzt. Die Jungbäumchen werden mit freiliegender Wurzel, d.h. ohne Plastikumhüllung – ausgepflanzt. Der Wurzelstock wird in Baumschulen gezogen und die Jungbäumchen sind beim Auspflanzen mindestens 2 Jahre alt.

 

10. Baumbehandlung
Der Rückschnitt erfolgt hauptsächlich während des Winters. Bei roten Sorten erfolgt zum Zwecke der Farbgebung einen Monat vor der Ernte ein weiterer Rückschnitt, um somit die Strahlungsdurchlässigkeit des Blätterdachs zu erhöhen.

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11. Ernte
In frühen Sorten: 100 Tage nach Vollblüte; in späten Sorten: 180-210 Tage nach Vollblüte.

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12. Baumabstand
In mittelgroßen Sorten im Abstand von 4x5 Meter oder 4x6 m, d.h. 400-500 Bäume pro Hektar. In kleineren Sorten: 2,5x4,0m, d.h. 1.000-2.300 Bäume pro Hektar, und in extrakleinen Sorten:3x0,90m, d.h. – 3.000 – 4.000 Bäume.

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13. Bewässerung
Bewässerung – in der Nordhalbkugel: Pflanzenkoeffizienten – Kc. Gesamtwasserbedarf für kühl-gemäßigte Klimate: 250-400mm; für Regionen mit Sommerregen müssen Regenfälle von mehr als 5 mm mit in Betracht gezogen werden.

 Erntedaten

 April

Mai

 Juni

 Juli

Aug. 

  Sep.

Okt.

10.6.

0,2

0,5

0,75

0,55

0,4

0,2

0,2

20.8.

0,2

0,35

0,5

0,7

0,7

0,5

0,2

10.9.

0,2

0,3

0,45

0,7

0,7

0,7

0,6

21.9.

0,2

0,3

0,45

0,7

0,7

0,7

0,4

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14. Kritische Phasen in Bezug auf Wasserstress

Ein Wassermangel während der kritischen Wachstumsphasen kann folgene Negativeffekte bewirken: Blattabfall, Ertragsminderung und niedriges Einkommen, besonders während der Stadien der Blüte und des Fruchtansatzes, jedoch auch zum Ende der Wachstumssaison hin.

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15. Bewässerungsmanagement bei Wasserknappheit – Defizitbewässerung im Apfelanbau
Die folgenden Handlungshinweise beschreiben eine Defizitbewässerung, mit der  die wirtschaftlichen Verluste und Schäden für die Plantage minimiert werden.

a. Aufteilung des Wasser nach Rentabilität der Abschnitte, entsprechend des Baumzustandes und der Erntetermine. Die profitableren Abschnitte werden auf Kosten der schlechter produzierenden Abschnitte mehr Wasser bekommen.

 

b. Aufteilung des Wassers entsprechend der erwarteten Erträge in den einzelnen Abschnitten der Plantage. Abschnitte mit einem hohen zu erwartenden Ertrag bekommen mehr Wasser zu Lasten der Bereiche, in denen ein niedrigerer Ertrag erwartet wird.


c. Es wird empfohlen, die Früchte auszudünnen – kleinere Früchte werden entfernt, die größeren werden am Baum belassen. Dies kann per Hand oder durch Chemikalieneinsatz erfolgen.


d. Verkleinerung des Blätterdaches durch Rückschnitt- dadurch wird der Wasserverbrauch des Baumes verringert. Beim Rückschnitt von Apfel- und anderem Kernobst sollten nicht die stärkeren Äste beschnitten werden, weil dies zu übermäßigem vegetativen Wachstum führt.


e. Rückschnitt während der vegetativen Phase wird empfohlen, in zeitigeren Sorten sollte im Sommer zurückgeschnitten werden.


f. Der Ertrag sollte der zugeteilten Wassermenge angepasst werden – und nicht die Wassermenge an den Ertrag.

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16. Empfohlene Bewässerungsmethode
Eine Tropfleitung je Reihe, Tropferabstand: 0,5m. Tropfrate entsprechend des Bodentyps, normalerweise 1,6 – 2,3 l/h. Bewässerungsintervall je nach Bodenart, aller 1-3 Tage. In unebenem Gelände empfielt sich ein Einsatz des RAM-Tropfschlauchs, im ebenen Gelände Tiran, und Uniram für unterirdische Tropfbewässerung. Bewässerungsrate: 0,7-1,0 mm/h.

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17. Düngemittelanwendung
Vor dem Auspflanzen: N – 200-300 kg/ha; 400-600kg/ha K 2 O

Junge Bäume (1-4 Jahre): N – 90 kg/ha |P – 30 kg/ha | K – 120 kg/ha Ausgewachsene Bäume:N – 100 kg/ha |P – 60 kg/ha | K – 180 kg/ha

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18. Ertrag
Die Erträge variieren je nach Sorte, Klima und Baumdichte in der Plantage. Erträge von bis zu 60-80 Tonnen/ ha sind möglich, um Obstqualität und Fruchtgröße zu verbessern, sollte jedoch ein Ertrag von 30-40 Tonnen/ha angestrebt werden.

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19. Hauptkrankheiten
Apfelschorf, Mehltau, Schwarzfäule, Apfelbitterfäule, Rußschimmel, Wurzelfäule „Sclerotium“.

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20. Insektenschädlinge 
Blattläuse, Fruchtfliegen (anastrepha), Milben, Cydia pomella, Lyonetia clerkella.

 

21. Frostschutz
Es empfielt sich der Einsatz eines SuperNet SR LR 4,0 mm/h pro Baum, mit einem benetzten Durchmesser von 4m. Die Bewässerungsrate auf der benetzten Fläche sollte 3,5 mm/h betragen.

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